Geschichte

Der Catzenelnbogener Gesangverein 1837 e.V. gehört zu den ältesten Gesangvereinen im Nassauer Land. Überall in Deutschland entstanden nach den Freiheitskriegen (es ist die Zeit nach 1814) „Liederkränze“. So nannte man damals die ersten Gesangvereine, die allen Schichten der Bevölkerung offenstanden und die das Volkslied und volkstümliche Weisen der Öffentlichkeit zu Gehör brachten. Auch in Katzeneinbogen wurde im Jahr 1837 der Gesangverein „Liederkranz“ gegründet.

Der „Liederkranz“ bekam im Jahr 1872 Konkurrenz bekommen - mit der Gründung eines zweiten Gesangvereins, der sich den Namen „Teutonia“ gegeben hatte. Diese Neugründung vollzog sich so still und friedlich, dass nicht einmal die Redaktion der Zeitung davon Notiz nahm.

Am 21. Januar 1899 kam es zur Vereinigung beider Vereine und es entstand der „Catzenelnbogener Gesangverein“. Am 8. April 1929 trat der Catzenelnbogener Gesangverein dem Nassauischen Sängerbund bei und wurde dem Gau VIII Unterlahn angeschlossen.

Die Jahre nach dem 2. Weltkrieg brachten überall im Land der Chorarbeit neuen Auftrieb. Auch in Katzenelnbogen war das so. Es wurde fleißig geübt, Wettstreite und Weinpreissingen fanden statt und Chorgemeinschaften bildeten sich. Der Catzenelnbogener Gesangverein hatte von seiner Gründung im Jahre 1837 bis heute

24 Dirigenten und 27 Vorsitzende und singt heute unter der musikalischen Leitung von Wassiliy Kotykov mit 30 Sängern.

Eine Anekdote aus dem Vereinsleben:

In der Zeit von 1899 - 1914 bestand der „Catzenelnbogener Gesangverein“ aus 25 - 28 aktiven Sängern. Man war also in den Übungsstunden immer auf die Anwesenheit aller Sänger angewiesen. Da aber nach dem Protokollbuch immer wieder Sänger unentschuldigt fehlten, musste der Verein sich eine Ordnung geben. Aus ihr geht hervor dass man Entschuldigungen nur in ganz dringenden Fällen annahm. Dreimaliges Fehlen führte zum Ausschluss aus dem Verein. Für die Übungsstunden selbst wurde beschlossen: „Jedes Mietglied hat, sobald es das Vereinslokal betritt, die Pfeife oder Zigarre aus dem Mund zu nehmen. Während des Singens darf nicht gesprochen werden